Rassebeschreibung


  

Chinese Crested Dog – chinesischer Schopfhund

„Der Chinese Crested ist ein bezaubernder Zwerghund, sein Wesen und überhaupt seine Charaktereigenschaften überzeugen.“
(ww.c-e-r.de)

Charaktereigenschaften

Wer einmal diese Hunderasse persönlich kennengelernt hat, stimmt mit folgenden Punkten überein:

Sehr intelligent, anhänglich, verspielt, fröhlich, von mittlerem Temperament und immer gerne mit dabei. Zeigt ein unendliches Bedürfnis nach Liebe, Fremden gegenüber kann er manchmal zurückhaltend sein. Neigt nicht zum Kläffen, aber dennoch hat er einen guten Wachtrieb. Zudem ist er allgemein gut verträglich mit Mensch und Tier. Sie spielen gern den Clown.

Körperbau

Die ldealschulterhöhe sollte beim Rüden zwischen 28-33 cm und bei der Hündin
23-30 cm betragen. Er ist ein lebhafter, eleganter, schlanker, kleiner, graziöser Hund.

Der chinesische Schopfhund / Nackthund ist spalterbig, d.h., dass sie in ihrem Erbgut ein Gen für Haarlosigkeit und ein Gen für die Ausbildung eines vollen Haarkleides haben.
In ihren Würfen fallen deshalb immer voll­behaarte Hunde, die als Powder-Puff (Puderhauch) bezeichnet werden und sogenannte Hairless (klassischer Nackthund). Beide Arten sind für Allergiker sehr gut verträglich, da sie fast keine Haare verlieren.

Bei den Insidern der Nackthunderassen wird die Hairless-Variante noch weiter unterteilt, denn die Natur kennt nicht nur schwarz und weiß, sondern auch Grautöne.

Powderpuff Hairless
Powderpuff Very Hairy
Hairless
Hairy
Hairless
Medium Coated
Hairless
Hairless True
Hairless

 

Geschichtlicher Hintergrund

der chinesische Nackthund zeigt, dass diese in die Welt der schönen Dinge wie Porzellan, Seide, sanfte anmutige Frauen, duftende Blumen passen. Man züchtete diese Hunde immer mit großer Sorgfalt und Liebe.

Ob sein Ursprung vor mehr als 2000 Jahre in China (Han-Dynastie 250 v.Chr.) liegt, oder noch früher in Afrika ihren Urspung hat wird unterschiedlich dokumentiert. Jedoch wurde diese Rasse immer in den chinesischen Königshäusern als sogenannter Porzellanhund bzw. Hüter der schönen Dinge eingesetzt, in der Madarinkaste wurde er als haarloser Jagdhund in einer etwas größeren Version gezüchtet.

Diese Rasse ist keine moderne Erscheinung oder Qualzucht, sondern eine sehr alte Rasse für die schönen Seiten des Lebens.

Haltung und Pflege

In der Haltung sind die chinesischen Schopf­hunde nicht sehr anspruchsvoll, solange sie bei Ihren Besitzern bleiben dürfen. Jedoch ist er durch seine Intelligenz und Gelehrsamkeit zu vielen zu verwenden, es gibt Therapiehunde, Suchhunde, Agility, Rennläufer u.v.m.

Bei der Pflege ist dies jedoch anders. Der Powder­puff sollte mindestens jeden 2ten bis 3ten Tag gebürstet werden. Bei den Hairless kommt es auf den Haarwuchs und den Wünschen des Besitzers an, um den Chinesen ein angenehmes Äußeres zu verleihen.

Mythos Qualzucht

Aktuelles Tierschutzgesetz in Österreich:
       https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung

Im § 5.1 wird von genetischen Anomalien gesprochen, die zu klinischen Symptomen und Schmerzen führen.
Zwei Punkte sind hier für den CCD interresant, „e) Haarlosigkeit“ und „k) Fehlbildungen des Gebisses“.

Bei einer seit über 2000 Jahren bestehenden Nackthunderasse (wie der CCD) ist die Nacktheit keine Anomalie sondern natürlich hervorgerufen.

Da aber seit vielen Jahrzehnten auch die Fehlbildung der Gebisse nicht nur im Tierschutzgesetzt beachtet wird, hat der FCI vor etwa 50 Jahre beharrte Hunde einzüchten lassen. In Wirklichkeit ist daher der Powderpuff die Anomalie (mit Haaren und Zähnen).

Es geht im Tierschutzgesetz um Rassen die diese Merkmale nicht von sich aus aufweisen sondern neu eingezüchtet werden, da aber die Bildauswahl des Ministerium nicht wirklich qualitativ erfolgte, haben sie ein Foto eines CCD genommen. Es wird aber nirgends erwähnt dass der CCD unter Verbot steht oder diese Rasse unter diesen Paragraphen fallen würde!

 

In vielen Zuchtverbänden ist aber auch die Verpaarung zwischen True- mit True- Hairless untersagt, wenn diese in der Zucht eine Differenzierung der Hairless-Varianten machen.  Jedenfalls ein guter Züchter von CCD würde dies ohnehin niemals machen.

Die Qualität der Zähne ist beim FCI ein wichtiges Thema.

Beim CCD steht in der Rassedefinition unter dem Punkt Kiefer/Zähne folgendes:
„Kräftiger Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen Scherengebiß, wobei die obere Schneide­zahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.“

  


Perro sin Pelo del Peru – Peruanischer Nackthund – Viringo

Frühere Bezeichnungen dieser Rasse waren „Inca Orchid Moonflower“ oder „Peruvian Inka Orchid“

„Gutmütig und liebevoll zu seinen Besitzern, dennoch rege und wachsam. In der Gegenwart von Fremden wird er zum misstrauischen Beschützer.“
(FCI-St. Nr. 310)

Charaktereigenschaften

Der peruanische Nackthund hat eine bedingungslose, enge und liebevolle Bindung zu seinen Menschen und passt sich perfekt dem Rudel an.

Er besitzt einen ausgeprägten Beschützerinstinkt für sein Rudel und ein gesundes Misstrauen gegenüber Fremden, dadurch eignet sich der PSPP sehr gut als Wachhund wobei er niemals aggressiv wird.

Durch die enge Bindung zu seinen Menschen ist er für die reine Haltung im Freien nicht wirklich geeignet.

Ein nackter Peruaner liebt die Bewegung und ist an der frischen Luft überaus aktiv und aufmerksam.

 

Körperbau

Sein Körperbau ist gesund und ohne irgendwelchen Übertreibungen und ähnelt einem Windhund bzw. Pinscher.

Das auffälligste Merkmal ist natürlich die Haarlosigkeit (ausgenommen behaarte Variante), wobei sich bei dieser Variante am Kopf, Pfoten und am letzten Rutendrittel ein paar Haare befinden können. Damit ist auch diese Rasse für Allergiker geeignet.

Im FCI-Standard werden drei verschiedene Größen festgehalten:
    25 bis 40cm   bei   4 bis 8kg – pequeno / mini
    40 bis 50cm   bei   8 bis 12kg – medio / medium
    50 bis 60cm   bei   12 bis 30kg – grande

Es gibt eine große Bandbreite an Farben und weiß gefleckten Zeichnungen.

Der Kopf ähnelt dem eines Windhundes. Die Rückenlinie ist leicht aufgezogen was sich aber bei der Kruppe verliert. Die untere Linie ist gut aufgezogen. Der mesomorphe Körper hat ein quadratisches Erscheinungsbild.

Der peruanische Nackthund hat einen natürlichen Ursprung und deshalb gibt es auch hier eine behaarte Version, die auch als „Peludos“, also „Befellte“ bezeichnet wird. (Name nicht im FCI-St. benannt).

Für den erhalt der Rasse und insbesondere dessen Gesundheit  sind behaarten PSPP besonders wichtig da diese auch vollzahning sind. 

 

Geschichtlicher Hintergrund

Der peruanische Nackthund hat seinen Ursprung in den Kulturen der Chimú (1250-1470n.Ch.) und der Chancay (1300-1450n.Chr) wovon heute noch bemalte Töpferwaren und Figuren bezeugen.

Bei den Inkas galten die Hunde wegen ihres Aussehens als mythische Glücksbringer und wurden als Wärmespender bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Das hohe Ansehen der durchwegs kleinen Hunde wird durch Abbildungen der Inkas bestätigt in denen diese mit Bekleidung abgebildet wurden. Zudem  trafen die Inkas auch  Maßnahmen zum Schutz / Erhalt der Rasse – Trennung der Hunde (PSPP) von der oberen Gesellschaft bei Nacht und den übrigen Hunden die ein Ausgangsverbot in der Nacht hatten.

Durch die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert vermischten sich diese mit größeren  Hunden der Neuankömmlinge. Dadurch erweiterte sich das Größenspektrum der Rasse auf bis zu 65cm.

In späterer Folge kam es verstärkt zu der Fehldeutung das diese Hunde kränklich wären, vor allen in in den tiefer liegenden Gebieten von Peru, wurde der PSPP daher sehr oft getötet. Jedoch in den Anden blieb diese Rasse bis in das 20. Jahrhundert erhalten.

1966 nahm sich ein amerikanischer Züchter dieser Rasse an. Rasch danach folgten 1978 Europa und 1981 erfolgte die Anerkennung durch die FCI.

Heute gilt der „Perro sin Pelo del Peru“ als Nationalhund Perus und wird als schützenswertes Kulturgut wahrgenommen.

 

Haltung und Pflege

Da der PSPP kein Fell hat nimmt man leicht an das dieser gegen kalte Witterungsbedingungen empfindlich sei.

Dies ist jedoch eine Fehlinterpretation, was sich durch das überleben der Rasse in den Hochanden bewiesen hat. Der peruanische Nackthund zeigt sich wesentlich robuster als man meinen könnte.

Er sucht immer dem Zugang zum Haus um seinen Familienanschluss wahrzunehmen was ihm immer wichtig ist.

Auch sein Aussehen verrät seinen Bewegungsdrang dem Nachgekommen werden muss. Auch seiner hohen Intelligenz muss Rechnung gezollt werden. Deshalb ist er besonders gut für Agility oder Obedience geeignet. Aber er kann genauso gut seine Menschen auf der Joggingrunde begleiten wie mit guten Intelligenzspielen beschäftigt werden.

In der Pflege ist der Peruaner nicht besonders anspruchsvoll, jedoch sollte auf Pflege seiner Haut mit ausreichend Nährstoffen nicht vergessen werden. Bei hellen Hauttönen empfiehlt sich auch einen Sonnenschutz zu verwenden.

Ein Peruanischer Nackthund ist ein robustes und gesundes Tier, welches nicht mit rassetypischen Krankheiten zu kämpfen hat. Aufgrund seiner Haarlosigkeit ist er jedoch anfälliger für Hautverletzungen.

 

Mythos Qualzucht

Genauso wie beim Chinese Crested hält sich dieser Mythos über viele Jahrzehnte. Wobei wir dies beim CCD näher beschrieben haben.

Es gibt weder einen wissenschaftlichen Beweis noch einen kynologischen Hintergrund für die Anschuldigungen der Qualzucht.

Die Problematik der Nacktlosigkeit die zu fehlenden Zähnen führt, wird seit vielen Jahren im jeden Standard der Rasse Rechnung getragen. In den letzten Jahren wird auch hier vermehrt die Aufmerksamkeit der behaarten Variante gelegt die keinerlei fehlende Zähne aufweist.

Die Frage der Umgebungstemperatur im Lebensumfeld der Hunde hat nichts mit Qualzucht gemeinsam, denn hier kann der Halter leicht Abhilfe im Einzelfall schaffen.  Das Thema der Qualzucht würde eher auf nordische Rassen zutreffen die bei uns im Sommer leben müssen.

Jedenfalls sollten Sie wenn Ihnen diese Rasse gefällt, ihre Suche über qualitative Züchter ansetzten, denn diese kennen nicht nur die Eigenschaften der Rasse sondern dokumentieren auch über Generationen hinweg deren Ergebnisse und werden offen mit Ihnen darüber sprechen.
Im deutschsprachigen Raum finden Sie Kontaktadressen für den peruanischen Nackthund unter:
    AT:  Österreichischer Kynologenverband oder Welpenvermittlung
    DE: Club für exotische Hunderassen e. V.
    CH: Schweizer Club lateinamerikanischer Nackthunde SCLN
oder kontaktieren Sie uns – wir helfen Ihnen gerne bei der Suche.